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OpenAI und Grab starten „GO Forward with AI“ zur praxisnahen KI-Weiterbildung von 30.000 Partnern in Südostasien

OpenAI und der südostasiatische Plattformkonzern Grab haben das gemeinsame Programm „GO Forward with AI“ ins Leben gerufen. Ziel der auf zwei Jahre angelegten regionalen Bildungsinitiative ist es, rund 30.000 Fahrer-, Liefer- und Händlerpartnern praxisorientierte Kenntnisse im Umgang mit künstlicher Intelligenz zu vermitteln. Die Schulungsreihe nimmt ihren Anfang in Singapur und wird schrittweise auf Thailand, Indonesien und die Philippinen sowie im Jahr 2027 auf Malaysia und Vietnam ausgedehnt. Durch praxisnahe Präsenzworkshops auf Basis des Lehrplans der OpenAI Academy sollen Kleinunternehmer und Plattformbeschäftigte lernen, KI-Werkzeuge wie ChatGPT zielgerichtet für betriebliche Entscheidungen, Verkaufsanalysen oder unternehmerische Vorhaben einzusetzen. Die Kooperation ist zugleich Teil der Initiative „OpenAI for Singapore“.

OpenAI Blog

Die wichtigsten Punkte

  • Umfassende Schulungsinitiative: OpenAI und Grab führen mit „GO Forward with AI“ ein regionales Qualifizierungsprogramm für 30.000 Partner in ganz Südostasien ein.
  • Fokus auf praktische Fähigkeiten: Das Vorhaben richtet sich gezielt an Fahrer-, Liefer- und Händlerpartner, um ihnen praktische KI-Kompetenzen für ihre tägliche Arbeit und betriebliche Entscheidungen zu vermitteln.
  • Stufenweiser regionaler Rollout: Der Startschuss erfolgt in Singapur, gefolgt von einer Ausweitung nach Thailand, Indonesien und auf die Philippinen im weiteren Jahresverlauf sowie nach Malaysia und Vietnam im Jahr 2027.
  • Didaktik und Multiplikatoren: Die halbtägigen Präsenzworkshops basieren auf dem Curriculum der OpenAI Academy; parallel werden Ausbilder der GrabAcademy geschult, um das Programm langfristig zu skalieren.
  • Breite Akzeptanz in der Praxis: Laut einer Grab-Umfrage in Singapur nutzt bereits die Hälfte der befragten Partner KI-Tools, während 87 Prozent der bisherigen Nicht-Nutzer offen für deren Erprobung sind.

Analyse

Praktische Qualifizierung für Fahrer, Lieferanten und Händler

In Südostasien stehen Händlerinnen und Händler tagtäglich vor operativen Herausforderungen, etwa bei Absatzprognosen, Bestandsüberwachungen und der Planung von Verkaufsaktionen. Parallel dazu beschäftigen sich viele Erwerbstätige in der Gig-Economy mit eigenständigen geschäftlichen Ideen. Obwohl moderne KI-Systeme bei der Bewältigung solcher unternehmerischer Fragestellungen unterstützen können, erfordert die wirksame Anwendung in der Praxis gezielte Übung. Das Programm „GO Forward with AI“ setzt an dieser Schnittstelle an, um Beschäftigten und Kleinbetrieben Werkzeuge an die Hand zu geben, die unmittelbar im Berufsalltag greifen.

Die inhaltliche Ausgestaltung orientiert sich an realen Entscheidungsprozessen. Fahrer- und Lieferpartner können beispielsweise generative Sprachmodelle wie ChatGPT nutzen, um Geschäftsideen auszuarbeiten, Alleinstellungsmerkmale zu definieren und konkrete Schritte zur Unternehmensgründung zu planen. Händlerpartner wiederum erhalten Methoden, um Muster in ihren Absatzzahlen zu erkennen, zielgerichtete Rabatt- und Marketingaktionen vorzubereiten und sich auf Nachfrageschwankungen einzustellen. In praktischen Workshops arbeiten die Teilnehmer zudem mit erweiterten KI-Funktionen, um umfangreichere Aufgaben zu bewältigen – darunter die Umwandlung von Verkaufsdaten in übersichtliche Dashboards, die Erstellung einfacher Websites oder die Erarbeitung strukturierter Expansionspläne.

Regionaler Stufenplan und didaktisches Konzept der GrabAcademy

Die Kooperation zwischen OpenAI und Grab, der führenden Superapp Südostasiens, ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren ausgelegt und soll insgesamt 30.000 Personen erreichen. Der Rollout folgt einer klaren geografischen Staffelung: Nach dem Auftakt in Singapur wird das Schulungsangebot noch im selben Jahr auf Thailand, Indonesien und die Philippinen ausgeweitet. Im Jahr 2027 folgt die Fortführung in Malaysia und Vietnam.

Organisatorisch setzt die Initiative auf halbtägige Präsenzveranstaltungen vor Ort. Diese bauen auf dem Lehrplan der OpenAI Academy auf, werden jedoch gezielt an die länderspezifischen Gegebenheiten und die jeweiligen Tätigkeitsfelder der Teilnehmenden angepasst. Um eine nachhaltige Breitenwirkung sicherzustellen, umfasst das Konzept einen Train-the-Trainer-Ansatz: Trainerinnen und Trainer der GrabAcademy werden von OpenAI direkt geschult, damit sie die Bildungsinhalte eigenständig und kontinuierlich an weitere Plattformpartner weitergeben können. Damit wird eine feste Schulungsinfrastruktur innerhalb der Grab-Plattform etabliert.

Hohe KI-Affinität als Fundament für unternehmerisches Handeln

Der Start des Programms trifft auf ein bereits ausgeprägtes Interesse der Zielgruppe. Eine von Grab unter Fahrpartnern in Singapur durchgeführte Erhebung verdeutlicht, dass die Technologie keineswegs neu für die Basis ist: Rund die Hälfte der befragten Fahrer- und Lieferpartner gab an, bereits KI-Werkzeuge einzusetzen. Unter denjenigen, die bisher noch keine Berührungspunkte hatten, äußerten 87 Prozent die Bereitschaft, KI-Tools auszuprobieren. Dabei erwies sich ChatGPT als die mit Abstand bekannteste Anwendung.

Viele der Befragten brachten zudem den Wunsch zum Ausdruck, bestehende geschäftliche Aktivitäten auszubauen oder ein neues Unternehmen zu gründen. Die offizielle Auftaktveranstaltung in Singapur spiegelte diese Zusammenarbeit zwischen Technologieanbieter, Plattform und Politik wider: Neben Foo Cexiang, Minister of State, nahmen Oliver Jay (Managing Director, International bei OpenAI), Ong Chin Yin (Chief Organisational Capability Officer bei Grab) sowie Grab-Teams und weibliche Fahrpartnerinnen teil. Das Projekt ist zudem in die lokale Initiative „OpenAI for Singapore“ eingebettet, die darauf abzielt, den praktischen Nutzen von KI für die breite Bevölkerung und lokale Unternehmen zugänglich zu machen.

Bedeutung für die KI-Branche

Die Partnerschaft zwischen OpenAI und Grab markiert einen bemerkenswerten Schritt bei der praktischen Implementierung von KI-Modellen im Massenmarkt. Während sich viele Initiativen führender KI-Entwickler auf Software-Ingenieure, Großkonzerne oder akademische Institutionen konzentrieren, verdeutlicht „GO Forward with AI“ eine gezielte Expansion in den Bereich der Plattformökonomie und des Kleingewerbes.

Für die KI-Industrie zeigt das Vorhaben, dass der Mehrwert generativer Technologien zunehmend über die konkrete Anwendbarkeit bei nicht-technischen Berufsgruppen definiert wird. Indem Basiskompetenzen für Datenanalyse, digitale Präsenzen und Geschäftsplanung vermittelt werden, wandeln sich KI-Tools von rein theoretischen Assistenzsystemen zu alltäglichen Werkzeugen der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Zudem untermauert das Projekt das Bestreben von KI-Laboren, globale Kooperationen mit reichweitenstarken Superapps einzugehen, um lokale Barrieren abzubauen und künstliche allgemeine Intelligenz im Einklang mit deren gesellschaftlichem Nutzen zu verbreiten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Zielgruppe spricht „GO Forward with AI“ an und wie viele Personen sollen geschult werden?

Das Programm richtet sich an Fahrer-, Liefer- und Händlerpartner von Grab in Südostasien. Insgesamt sollen im Laufe von zwei Jahren 30.000 Partner qualifiziert werden, um ihnen den praktischen Einsatz von KI-Werkzeugen im Arbeitsalltag und für unternehmerische Projekte näherzubringen.

Wie sieht der genaue Zeit- und Rollout-Plan in den südostasiatischen Ländern aus?

Das Bildungsprogramm beginnt zunächst in Singapur. Im weiteren Verlauf desselben Jahres wird es auf Thailand, Indonesien und die Philippinen ausgeweitet. Für das Jahr 2027 ist der Start in zwei weiteren Ländern der Region – Malaysia und Vietnam – vorgesehen.

Welche konkreten Fähigkeiten und Werkzeuge werden in den Workshops vermittelt?

Auf Grundlage des OpenAI Academy-Curriculums lernen die Teilnehmenden den praktischen Umgang mit generativer KI wie ChatGPT. Die Inhalte decken unter anderem die Ausarbeitung von Geschäftskonzepten, das Verfassen von Plänen für den Unternehmensstart, die Erkennung von Absatzmustern und Planung von Rabattaktionen sowie komplexere Aufgaben wie die Umwandlung von Verkaufsdaten in Dashboards und das Erstellen einfacher Websites ab.

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